Clément, 1940 in Vibraye, südwestlich von Paris, geboren, hat über 30 Jahre in der französischen Hauptstadt gelebt. Vor 15 Jahren zog er in ein ehemaliges Fischerhaus in der Normandie. 1978 begann der Künstler in einem Keller der Rue Germain Pillon in Paris mit der Herstellung von Glasmöbeln. Lange nahm er dazu gebrauchte Möbel, die er auf dem Flohmarkt kaufte. Seit 2005 lässt  Clément seine Möbel nach eigenen Entwürfen unter dem Label „Les meubles précieux“ herstellen. Da die fertigen Objekte immer Unikate sind, werden sie auf einer Glasplatte (an der Rückwand des Möbels) nummeriert und signiert.
Seine künstlerische Welt behandelt Daniel Clément bis heute „secretive“, geheimnisvoll. Er spricht selten und höchst ungern über seine Arbeit und Technik. Auch über Herkunft oder Einflüsse seiner Bild- und Ornamentmotive bewahrt er Stillschweigen. Die selbstbewusste Präsenz seiner Möbelformen und ihre gläserne Haut mit pflanzlichen Motiven und intensiver Blumen-Farbigkeit zeigt ihn in der Tradition des französischen Art Déco.
Jedoch haben seine Möbel nie dessen ornamentale Strenge. Unverkennbar bleibt der Einfluss, den Le Lido de Paris auf ihn ausübte. Als 18 Jähriger begann Clément dort als Türsteher an der Avenue des Champs-Élysées 78, dem ersten Domizil des 1946 gegründeten Varietés. Rasch wurde er Regieassistent und assistierte auch dem legendären Jongleurs Rudy Cardenas, mit dem er auf Tournee nach Barcelona ging.
Die Welt des „Lido“, die Tanzkostüme mit langen Federn der berühmten „Bluebell Girl“, die opulente Show aus Bühnenbild, Kostüm, der Eleganz des Lichts wie der leichten und gleichzeitig auf höchstem Niveau operierenden Unterhaltung prägten den Künstler nachhaltig.
Diese Welt des Varietés wird in Formen und Farben sichtbar, mit denen Clément das Element der Natur in seinen Möbeln darstellt. Die Natur wirkt dabei assoziativ und spontan. Sie erinnern ebenso an die ungezähmte und wilde Vegetation eines Urwalds wie an die klare Form und Farbe von Blumen im Beet eines Parks. Diesen Eindruck steuert der Künstler durch die Verwendung von Spiegelglas.
Etwa zu einem Drittel haben die Möbel einen hohen Spiegelanteil mit entsprechend weniger farbigem Glas; oder die Spiegelflächen sind reduziert eingesetzt und die farbigen Glaspartien dominieren. Auf die Gesamtzahl der Teile pro Quadratmeter hat dies keinen Einfluss.
Das Prinzip des Varietés übersetzt Daniel Clément in seinen Möbeln nicht nur mit Elementen der pflanzlichen Natur wie Blüten und Vegetationen, sondern auch der kultürlichen Natur wie Schmuck und Kleidung.